Automatisiertes Hochregallager im Allgäu für Bio-Pionier Rapuzel gebaut

Automatisiertes Hochregallager
Automatisiertes Hochregallager bei Rapunzel – Image: Swisslog AG

Das bayerische Bio-Lebensmittelunternehmen beauftragt Swisslog mit der Realisierung eines automatisierten Palettenlagers an seinem Hauptsitz in Legau. Der Neubau erweitert die Rohstoff-Logistikkapazitäten von Rapunzel. Fahrerlose, mobile Fahrzeuge sowie Fördertechnik für Paletten komplettieren das neue hochmoderne Rohstofflager und sind zentraler Bestandteil bei der avisierten Produktivitätssteigerung für das Trockensortiment.

Die Geschäfte laufen gut bei der Rapunzel Naturkost GmbH, deutscher Bio-Pionier, bei der Herstellung und dem Vertrieb von vegetarischen Bio-Lebensmitteln. „Die Konsumenten setzen immer mehr auf Produkte aus ökologischem Anbau, die unter fairen Bedingungen hergestellt werden“, sagt Stefan Schmaus, Leiter Logistik von Rapunzel und fährt fort, „das hat uns in den letzten drei Jahren einen erfreulichen Umsatzzuwachs von zehn Prozent pro Jahr beschert.“

Das Bio-Unternehmen ist bereits seit einiger Zeit auf Wachstumskurs und hat seine Produktions- und Logistikstrukturen in den letzten Jahren entsprechend auf- und ausgebaut. Jetzt kommt eine Erweiterung hinzu: Am Rapunzel Hauptsitz in Legau, Bayern, entsteht ein neues automatisiertes Palettenhochregallager für Rohstoffe und Verpackungsmaterial mit Fördertechnik und einer Flotte fahrerloser Transportsysteme (FTS).

Ausführender Logistiker ist erneut die Swisslog. Der Beginn der produktiven Nutzung der Anlage ist für das 1. Quartal 2023 vorgesehen. „Wir freuen uns sehr, dass uns Rapunzel erneut sein Vertrauen schenkt“, sagt Jens Schmale, Head of Region EMEA bei Swisslog und unterstreicht die Erfahrung seines Unternehmens, „wir kennen die hohe Dynamik in der Lebensmittelindustrie und die daraus resultierenden besonderen Anforderungen an die Logistik, sei es in der Produktion oder im Multikanalvertrieb.“

Passend dazu:

Automatisches Hochregallager mit 9.300 Stellplätzen

„Für uns war Swisslog die erste Wahl“, beschreibt Stefan Schmaus, Logistikleiter bei Rapunzel, „denn das Unternehmen verfügt nicht nur über viel Erfahrung im Bereich der Lebensmittellogistik. Gemeinsame Projekte aus der Vergangenheit haben auch gezeigt, dass wir uns auf Swisslog in jeder Beziehung verlassen können: auf planerisches Know-how, auf verbal getätigte Zusagen sowie präzise und pünktliche Ausführung der Gewerke – selbst in Zeiten von Corona – und auf einen zuverlässigen Service nach der Realisierungsphase.

Ebenfalls ist uns die zwischenmenschliche Komponente wichtig, dass muss einfach passen wenn man solche Projekte umsetzt“ weiss Stefan Schmaus und fügte hinzu: „Mit einer guten Logistikanlage mag man vielleicht keine neuen Kunden gewinnen, aber mit einer schlechten Logistikperformance verlieren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den gerade gewonnenen Neukunden.“

So erstellte der Intralogistiker für den Bio-Hersteller bereits im Jahr 2020 ein automatisiertes Paletten-und Kommissionierlager am Standort Bad Grönenbach. Die jetzt in Angriff genommene Erweiterung in Legau beinhaltet ein automatisiertes Hochregallager mit ca. 9.300 Stellplätzen für Euro- & Industriepaletten, ist 4-gassig und mit Vectura Regalbediengeräten von Swisslog angelegt. Für die Peripherie sind ca. 450 Meter automatischer Fördertechnik des Typs ProMove, ebenfalls von Swisslog, geplant. Der Neubau grenzt an ein Bestandsgebäude, wobei die Transfers zwischen beiden Gebäuden über ein Fahrerloses Transportsystem erfolgen wird.

Passend dazu:

Hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit

Analog zu den vorangegangenen Aufträgen startete die Zusammenarbeit mit Rapunzel zunächst mit einer detaillierten Konzeptstudie. Die Bestandsdaten wurde zuerst von Swisslog gründlich analysiert und die Vor-Ort-Situation in einem gemeinsamen Workshop erfasst.

Der Lösungsvorschlag entstand zusammen mit dem Kunden Schritt für Schritt bis zur endgültigen passgenauen Fassung. Rapunzels derzeitiges Lagervolumen beträgt rund 9.000 Palettenstellplätze auf einer logistischen Nutzfläche von insgesamt 7.500 Quadratmetern. „Davon sind 95 Prozent bereits ausgelastet“, gibt Logistikleiter Schmaus zu bedenken und ergänzt erwartungsfroh: „Der jetzige Ausbau rüstet uns für die Zukunft, indem der Automatikbetrieb die benötigten Rohstoffe vollständig und termingerecht bereitstellt.“